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Juli 2009

Österreich: Höhere Gesundheitsausgaben als der OECD-Durchschnitt

Mehr Ärzte, Spitalsbetten und Ausstattung, aber weniger Pflegepersonal

Österreich hat höhere Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben als der Durchschnitt der OECD-Länder. Laut der jüngst veröffentlichten OECD-Gesundheitsdaten 2009 gab Österreich im Jahr 2007 10,1 Prozent des BIP für Gesundheit aus. Der OECD-Durchschnitt liegt bei 8,8 Prozent. Überdurchschnittlich hoch liegen die Ausgaben in Bezug auf Spitalsbetten und Großgeräte wie Computer- und Kernspintomographen. Die Ärztedichte ist hoch (auf 1000 Einwohner 3,8 niedergelassene Ärzte, verglichen mit 3,1 Ärzten je 1000 Einwohner im Durchschnitt der OECD-Länder). Im Pflegebereich liegt Österreich allerdings mit 7,4 praktizierenden Krankenpflegerinnen und -pflegern je 1000 Einwohner unter dem OECD-Durchschnitt von 9,6.

Die Zahl der Ärzte in den OECD-Staaten insgesamt steigt und steigt. Für die OECD geht das offenbar teilweise in die falsche Richtung. „Obwohl die Allgemeinmedizin ein kosteneffektiver Weg ist, eine gute Gesundheitsversorgung zu betreiben, stieg die Zahl der Fachärzte zwischen 1990 und 2007 um 60 Prozent, im Vergleich dazu jene der Allgemeinmediziner um 23 Prozent.“ Obenauf bleibt Österreich bei den Spitalsbetten – was in der gesundheitspolitischen Debatte immer wieder kritisiert wird. Für die Akutversorgung gab es 2007 in Österreich 6,1 Betten je 1000 Einwohner, im OECD-Durchschnitt waren es nur 3,8 Betten. Wie in den meisten OECD-Ländern ist die Krankenhausbettendichte in Österreich im Laufe der Zeit zurückgegangen, im Einklang mit dem Rückgang der durchschnittlichen Verweildauer im Krankenhaus.

Gesundheit ist für die Alpenrepublik ein teures Gut. Allerdings: Die Gesundheitsausgaben wuchsen in Österreich zwischen 2000 und 2007 mit jährlich zwei Prozent am geringsten unter den 30 Mitgliedsstaaten. Der Anteil der Ausgaben für Arzneimittel liegt mit 13,3 Prozent der gesamten Gesundheitskosten unter dem OECD-Schnitt von 17,1 Prozent.

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