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November 2009

Public Health: Jeder 25. Erwachsene konsumiert Cannabis

Regelmäßiges Kiffen bringt Langzeitschäden für die Gesundheit

Einer aktuellen in Lancet veröffentlichten Studie (2009; 374: 1383-1391) zufolge konsumieren weltweit knapp vier Prozent aller Erwachsenen bis zum 65. Lebensjahr Cannabis – das sind 166 Millionen Menschen im Alter von 15 bis 64 Jahren – trotz nachteiliger Auswirkungen auf ihre Gesundheit. Der Missbrauch des aus der Hanfpflanze gewonnenen Rauschmittels beginnt üblicherweise im jugendlichen Alter, erreicht seinen Höhepunkt im Alter von 20 oder etwas mehr Jahren und geht wieder zurück, wenn die jungen Menschen Vollzeit-Arbeitsverhältnisse eingehen, heiraten und Kinder haben, sagen die australischen Autoren Wayne Hall von der School of Population Health an der University of Queensland und Louisa Degenhardt vom National Drug and Alcohol Research Centre an der University of New South Wales. Aufgrund der epidemiologischen Untersuchungen der vergangenen 10 Jahre warnen die beiden Forscher vor gesundheitlichen Problemen durch den Cannabis-Konsum. Es drohten Herz-Kreislauf- oder Atemwegsprobleme, psychotische Schübe, Autounfälle bedingt durch die eingeschränkte Sinneswahrnehmung sowie nachteilige Effekte auf die psychosoziale Entwicklung und die psychische Gesundheit bei Teenagern, die regelmäßig kiffen. Außerdem bestünden die Gefahr einer Abhängigkeit und eine weit größere Wahrscheinlichkeit, später andere illegale Drogen zu konsumieren, darunter Heroin und Kokain, warnen die Wissenschaftler. Die in der Studie ausgewerteten Zahlen basieren dem Bericht zufolge auf Erhebungen der Vereinten Nationen. Eine 2009 publizierte Studie zeigte, dass der Rauch von 3 bis 4 „Joints“ am Tag die Schleimhaut der Atemwege in gleicher Weise schädigt wie 20 Tabakzigaretten (vgl. Imabe-Newsletter Juli 2009). Bereits im Jahr 2007 hatten Wissenschaftler in Lancet für ein Maßnahmenpaket plädiert, der Verharmlosung von Cannabis entgegenzuwirken über die Gefahr psychotischer Erkrankungen aufgrund von Cannabis-Konsum hinzuweisen (vgl. Imabe-Newsletter September 2007).

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