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Februar 2010

USA: Obama gerät mit Gesundheitsreform unter Druck

Manhattan Declaration fordert gesetzlichen Schutz für das menschliche Leben

US-Präsident Barack Obama hat durch eine Senatoren-Nachwahl in Massachusetts die notwendige Drei-Fünftel-Mehrheit im Senat verloren, mit der eine Blockade von Gesetzesentscheidungen durch die Opposition verhindert werden kann. Nun steht er nicht nur unter dem Druck der republikanischen Opposition und einiger Vertreter seiner eigenen Partei, sondern auch Kirchen und andere Religionsgemeinschaften melden verstärkt ihre Forderungen – insbesondere nach einem gesetzlichen Schutz für das menschliche Leben – an. Die Pro-Life-Bewegung in den USA hat nach einer Gallup-Umfrage zum ersten Mal die Mehrheit der amerikanischen Bürger hinter sich, berichtet der Rheinische Merkur (online, 28. 01. 2010).

Prinzipiell unterstützen die Kirchen die Gesundheitsreform des Präsidenten und bekräftigen die Notwendigkeit einer Gesundheitsreform – die insbesondere auch den 12 Millionen illegalen Einwanderern zustehen sollte. Zugleich machen die Sprecher der Lebensschutz-Bewegung aber deutlich, dass zwei Prinzipien klar verankert sein müssen: keine staatliche Finanzierung von Abtreibungen und Gewissensfreiheit für medizinisches Personal. Mit zahlreichen Aktionen sollen die Kongressmitglieder überzeugt werden, dass die Schwangerschaft keine Krankheit, sondern der Schutz des ungeborenen Kindes ein Imperativ sei, der im Gewissen jedes Menschen verankert ist.

Dazu haben sich im ganzen Land Koalitionen von Christen unterschiedlicher Konfession gebildet. Im Ringen um die Gesundheitsreform veröffentlichten 140 führende Vertreter von katholischer Kirche, Orthodoxen und verschiedenen protestantischen Gemeinschaften ein Manifest mit dem Titel „Ein Ruf des christlichen Gewissens“. In dieser Manhattan Declaration setzen sich die prominenten Kirchenführer „als kollektive Stimme“ für Gewissensfreiheit in der Ausübung ihres religiösen Glaubenslebens ein. Co-Autor der Deklaration ist u. a. der renommierte Jurist Robert George, Professor an der Princeton University.

Die Pro-Life-Initiativen wollen sich in Zukunft auch in den politischen Prozess um aktive Sterbehilfe und Embryonenforschung einbringen. „Wir werden keine Gesetze befolgen, die unsere Institutionen zwingen, an Abtreibungen, Embryonenvernichtung, Euthanasie oder anderen Maßnahmen gegen das Leben mitzuwirken“, heißt es wörtlich in dieser Erklärung. Sie wurde bereits von 420.000 Bürgern online unterzeichnet.

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