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Februar 2006

Familienbischof Küng: „Menschliches Leben nicht wie Saatgut verwenden“

Nein zur verbrauchenden Embryonenforschung muss bleiben

„Familien-Bischof“ Klaus Küng hat im Zuge der Debatte, ob Embryonen für zukünftige Heilung anderer Menschen geopfert werden dürfen, in Erinnerung gerufen, dass die so genannte „verbrauchende“ Embryonenforschung die „Tötung von Menschen in ihrem frühesten Entwicklungsstadium“ bedeutet. Es handle sich um einen „Verstoß gegen die Integrität des Lebens“, so Küng in Kathpress (19.2.06). Der allgemeine ethische Grundsatz „Der Zweck heiligt nicht die Mittel“ gelte auch für die medizinische Forschung, unterstrich der Bischof. Daher könne es nicht zielführend sein, über die „Verwendung“ von Embryonen nachzudenken, damit Menschenleben gerettet werden können. Die katholische Kirche habe immer schon gelehrt, dass menschliches Leben von seinem Anfang bis zu seinem natürlichen Ende zu schützen und zu achten ist, betonte Bischof Küng. Allerdings hätten bis ins 19. Jahrhundert die genauen Kenntnisse über die Zeugung menschlichen Lebens gefehlt: „Heute wissen wir besser denn je, dass ab dem Augenblick der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ein Individuum entsteht, das die verschiedenen Phasen des menschlichen Lebens kontinuierlich – bis zu seinem natürlichen Tod – durchläuft“, so Küng, selbst Mediziner. Menschliches Leben dürfe man nicht einfach „verwenden“ als wäre es Saatgut oder manipulieren, als hätte man es mit Tier- oder Pflanzenzuchtmaterial zu tun. Im Bereich der Tier- und Pflanzenwelt gebe es Widerstand gegen die Gentechnik. Aus dem gleichen Grund sei aber auch die „Präimplantationsdiagnostik“ (PID) abzulehnen, weil sie der „Menschenselektion“ Tür und Tor öffne.

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