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März 2006

Österreich: Gütesiegel für katholische Krankenhäuser

Bischofskonferenz legt ethische Leitlinien für Umgang mit Patienten fest

„Dieses Gütesiegel soll dem Patienten garantieren, dass in katholischen Krankenhäusern ethische Regeln beachtet werden und der Mensch in seiner Gesamtheit respektiert wird“, betonte Bischof Klaus Küng anlässlich der Präsentation der neuen „Leitlinien für katholische Einrichtungen im Gesundheitswesen“ der Österreichischen Bischofskonferenz in Wien. Der vorgestellte Leitfaden legt ethische Standards der Krankenversorgung in Ordensspitälern fest. Nach intensiven Beratungen mit Ärzten und Moraltheologen, unterstützt durch das Wiener IMABE-Institut, haben die Bischöfe die wichtigsten Positionen der Kirche als Orientierungshilfe für das Krankenhauspersonal zusammengefasst. Die Leitlinien greifen heiße Eisen der aktuellen bioethischen und gesundheitspolitischen Debatte auf: Die Themen reichen von der Abtreibung bis zur Sterbehilfe, von der Stammzellenforschung bis zum Umgang mit knappen finanziellen Ressourcen, behandeln aber auch den respektvollen Umgang mit Älteren sowie das Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient. Ziel der „Leitlinien“ sei es, eine Orientierungshilfe für Ärzte, Pflegepersonal und Verwalter katholischer Gesundheitseinrichtungen vorzulegen. Die Pflegedirektorin des Wiener St. Elisabeth-Spitals, Sr. M. Gabriela Trenkler, warnte vor der gesellschaftlichen Tendenz, Krankheit als eine „Schwäche“ und den Tod als „Niederlage der Medizin“ zu betrachten. Sie begrüßte die vorgestellten „Leitlinien“ für die kirchlichen Gesundheitseinrichtungen, da jeder Patient wissen sollte, dass er in katholischen Krankenhäusern mit kompetenter Pflege und mit der „Wärme christlicher Nächstenliebe“ rechnen kann. Die „Leitlinien“ können direkt bei der Österreichischen Bischofskonferenz bezogen werden.

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