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Jänner 2013

Kommunikation: Worte können verletzen – oder heilen

Neue Broschüre für Ärzte für „heilsame“ Kommunikation bei der Diagnose Krebs

Jährlich erkranken rund 40.000 Menschen in Österreich an Krebs, Tendenz steigend. Seit 1983 hat die Anzahl der jährlichen Neuerkrankungen um rund 20 Prozent zugenommen. Welche Rolle dabei die richtige Kommunikation zwischen Ärzten und ihren Patienten spielt, zeigt eine neu erschienene Broschüre der Techniker Krankenkasse (TK) mit dem Titel Heilsame Kommunikation, die sich an praktizierende und angehende Mediziner richtet (vgl. TK-Pressemitteilung, online 19. 12. 2012).

Behandelnde Ärzte dafür zu sensibilisieren, wie Patienten sie verstehen und welche Konsequenzen dies haben kann, ist ein Anliegen dieser Broschüre. Verfasst wurde sie von Annette Rexrodt von Fircks, die selbst an Brustkrebs erkrankt ist. „Ein gutes Gespräch zwischen Arzt und Patient dauert genauso lange wie ein schlechtes.“ Mehr als zehn Jahre nach ihrer eigenen Diagnose beschreibt die Autorin ihre Erfahrungen und reflektiert die Gespräche mit Ärzten, Operateuren und Krankenpflegern. Daraus leitet sie Schlüsse und Ratschläge ab, die nicht belehren, sondern Denkanstöße für die eigene medizinische Praxis mitgeben sollen: Dass Worte nicht nur verletzen, sondern auch heilen können, zeigen inzwischen auch Studien, die sich mit der Compliance von Therapien befassen. Die Autorin erläutert anhand praktischer Beispiele, dass es manchmal nur Kleinigkeiten sind, die aus Patientensicht über Erfolg und Misserfolg eines Gespräches entscheiden. Es kommt nicht nur darauf an, was ein Arzt seinem Patienten sagt, sondern auch darauf, wie er es ihm sagt.

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