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Juni 2013

Studie: 12 Minuten Training in der Woche reichen, um fit zu bleiben

Herz-Kreislauf-Mortalität offenbar mit weniger Bewegung als allgemein empfohlen reduzierbar

Häufig demotiviert inaktive Personen die Meinung, dass ein positiver, lang anhaltender gesundheitsfördernder Effekt nur durch viele Stunden Körperarbeit zu erreichen sei. Die Studie des Centre of Exercise in Medicine an der Norwegian University of Science and Technology (NTNU) in Trondheim zeigt nun eine Alternative: Um fit und gesund zu bleiben, seien nur vier Minuten kräftige körperliche Aktivität dreimal pro Woche nötig, so das Ergebnis der Untersuchung, die nun in PLoS ONE (2013; 8(5): e65382. doi:10.1371/journal.pone.0065382) veröffentlicht wurde.

Regelmäßiges Training verbessert die maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max), die als etablierter Indikator für körperliche Fitness gilt. Die norwegischen Forscher unter der Leitung von Arnt Erik Tjønna haben herausgefunden, dass nur eine Einheit einer anstrengenden körperlichen Aktivität (Aerobic Interval-Training, AIT) dreimal pro Woche so gut wie denselben Effekt hat wie das sogenannte 4x4-Intervall Training (vgl. Pressemitteilung, online, 29. 5. 2013).

Für die aktuelle Studie beobachteten die Forscher die Effekte des Trainings in verschiedenen Varianten. Insgesamt nahmen 26 inaktiv übergewichtige, aber sonst gesunde männliche Probanden an dem 10-Wochen-Programm teil. Die Männer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt – eine Gruppe (die 1-AIT-Gruppe) übte drei Mal pro Woche in Vier-Minuten-Sitzungen bei 90% der maximalen Herzfrequenz (MHF), die andere Gruppe (4-AIT) unternahm 16-minütige Sitzungen bei ebenfalls 90% der maximalen Herzfrequenz (MHF), wobei diese durch 3 Minuten aktiver Erholung bei 70% der max. Herzfrequenz unterbrochen wurden.

Das Ergebnis: Die Sauerstoffaufnahme erhöhte sich bei beiden Gruppen in durchaus vergleichbaren Mengen. Die Vier-Minuten-Gruppe erlebte eine 10%-Steigerung des VO2max, während die maximale Sauerstoffaufnahme bei der 16-minütigen Gruppe um 13% anstieg. Die 16-Minuten-Übungsgruppe war jedoch erfolgreicher in der Reduktion von Cholesterin- und Körperfettwerten.

Für Tjønna sind die Ergebnisse vielversprechend. „Da wir wissen, dass immer mehr Menschen übergewichtig und inaktiv sind, kann die Art der Verbesserung der körperlichen Fitness, die wir in dieser Studie sahen, ein Ansporn für inaktive Menschen sein, denen noch die Motivation fehlt, um Sport zu machen“, betont der Studienleiter. Der Vorteil des zeiteffizienten Modells sei, dass Betroffene die körperliche Aktivität einfacher in ihr tägliches Leben integrieren könnten. Weitere Studien seien aus Public Health-Perspektive durchaus gerechtfertigt, resümieren die Autoren.

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