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November 2005

PID bringt keine Verbesserung der Erfolgsrate bei In-vitro-Fertilisierung

Nature fordert auf, PID-Praxis zu überdenken

Kürzlich legten bei einem Treffen von Reproduktionsmedizinern in Montreal Biologen Ergebnisse vor, nach denen Embryonen offensichtlich in der Lage sind, Chromosomenschäden, die an Blastomeren im Rahmen der Präimplantationsdiagnostik (PID) festgestellt wurden, wieder zu korrigieren. 55 Embryonen, die als genetisch abnormal galten, wurden ausselektiert, also keiner Frau zur Austragung des Kindes implantiert. Allerdings beobachtete man sie für kurze Zeit im Labor weiter. Zur großen Überraschung der Wissenschaftler konnten nach einigen Tagen an den Zellen des Embryos die Chromosomenfehler nicht mehr festgestellt werden. „Nature“ veröffentlichte im Oktober die Forderung, den Sinn der Präimplantationsdiagnostik neu zu überdenken (Nature 437,1075). Bereits im vergangen Jahr hatte eine belgische Arbeitsgruppe gezeigt, dass die PID keineswegs die Schwangerschaftsrate bei der künstlichen Befruchtung verbessert (Human Reprod 19, 2849).

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