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Imago Hominis (2014); 21(1): 25-33

Religion: Wider die Reduktion auf ein Therapeutikum

Wilhelm Donner

Zusammenfassung

Etliche Studienergebnisse stellen einen Zusammenhang zwischen Spiritualität und erfolgter Genesung her. Auch wenn die Daten stimmig erhoben wurden, wird suggeriert, dass man sich nur für den Glauben entscheiden müsse, dann wären schon einige Lebensjahre dazu gewonnen. Diese Befunde wirken verführerisch. Der Beitrag geht kritisch der Tendenz nach, Spiritualität als Medizin zu betrachten. Es geht um die Rückgewinnung eines substantiellen Religionsverständnisses. Schon der Versuch, die Spiritualität des Patienten medizinisch zu rekonstruieren, ist zum Scheitern verurteilt. Die Medizin muss sich vor einem holistischen Ansatz hüten, da auch sie nur einen Teil der Realität im Blick hat.

Schlüsselwörter: Religion, Spiritualität, Therapie, Krankheit, Schulmedizin

Abstract

Several studies seem to show a causal relationship between spirituality and successful recovery. These studies suggest that by coming to faith, one can add some years to one’s life span. Such findings are tempting as they seem to support the trend of considering spirituality a medicine. We need to recover a useful understanding of religion.The attempt to reconstruct a patient’s spirituality through medicine is doomed to failure. Medicine today is well advised not to engage in such a holistic approach since it only looks at a part of reality.

Keywords: Religion, Spirituality, Therapy, Disease, Traditional Medicine

Anschrift des Autors:

CR Dr. Wilhelm Donner
Gaullachergasse 31/6, A-1160 Wien
wilhelm.donner(at)aon.at

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