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Oktober 2006

Wiener Bioethik-Club: Religiosität und Psychiatrie

Religion ist ein vergessener Faktor in der Psychiatrie. Zu Unrecht, wie Univ.-Doz. Dr. Raphael Bonelli von der Psychiatrischen Universitätsklinik Graz beim vergangenen Wiener Bioethik-Club am 17. Oktober 2006 in Wien betonte. Während es in Europa noch Berührungsängste mit der Rolle der Religiosität im Arzt-Patienten-Verhältnis gebe, haben in den USA bereits wissenschaftliche Top-Journale das Thema aufgegriffen. Es stimme, dass „Psychiatrie, Psychotherapie und Seelsorge eigenständige Regeln haben, die nicht aufeinander reduziert werden können“, betonte Bonelli. Allerdings gebe es Situationen, etwa in der Schuldfrage, in denen ein Arzt oder Therapeut erkennen muss, wo Therapie endet und Seelsorge beginnt. „Dafür muss der Arzt, egal welcher Konfession, Religion auch für sich selbst wertschätzen“, resümierte Bonelli.

Kommender Bioethikclub: „Kind als Schaden“-Urteil und seine Folgen

Das nächste Treffen des Wiener Bioethikclubs widmet sich dem umstrittenen OGH-Urteil „Kind als Schaden“ und seinen Folgen. Es diskutieren Prim. MR Dr. Walter Dorner, Präsident der Ärztekammer für Wien, Univ.-Prof. Dr. Michael Memmer (Juridische Fakultät, Universität Wien), Gemeinderätin Karin Praniess-Kastner (Behindertensprecherin ÖVP-Wien), Prim. Univ.-Doz. Dr. Gerhard Wagner (Vorstand der Gynäkologischen Abteilung, Barmherzige Brüder, Wien). Termin: 27. 11. 2006, 19.00 Uhr, Ort: Aula des Krankenhauses St. Elisabeth

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