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Oktober 2006

Studie: Familie muss zentrales EU-Thema werden

Weniger Kinder, mehr Scheidungen, jährlich über eine Million Abtreibungen in Europa

Ein fachübergreifendes Expertenteam aus den Bereichen Psychologie, Demographie, Sexualforschung und Familienintegration legte im Auftrag des Institute for Family Policies eine internationale Studie zum Thema Die Entwicklung der Familie in Europa 2006 vor. Die Zahlen zeigen den kritischen Zustand der Familie in Europa. Im Zeitraum von 1982 bis 2005 sind die Geburtenzahlen um 15,3% auf 4.814.400 jährliche Geburten im Jahr 2005 gesunken. Die meisten EU-Staaten liegen mit durchschnittlich rund 1,3 Kindern weit hinter dem erforderlichen Generationen-Erneuerungslevel von mindestens 2,1 Kindern. Europa ist ein alternder Kontinent: Inzwischen gibt es mehr Über-65jährige als Unter-14jährige. Familien werden brüchig: 16 Millionen Kinder sind von Scheidungsfolgen betroffen, die Anzahl der Ehescheidungen hat in den letzten 25 Jahren (1980 – 2005) EU-weit um 50 Prozent zugenommen. Die Studie befasste sich auch mit dem Thema Abtreibung. Nach offiziell bekannten Zahlen werden in Europa jedes Jahr über eine Million ungeborene Kinder abgetrieben. Diese Zahlen sind allerdings ungenau und vermutlich zu niedrig, da in einigen Ländern wie zum Beispiel in Österreich vorgeburtliche Kindestötungen statistisch überhaupt nicht erfasst werden. Jeden Tag sterben in den 25 EU-Ländern 2.880 ungeborene Kinder, das sind statistisch 120 Abtreibungen pro Stunde. Zum Vergleich: 2001 starben in denselben Ländern die meisten Menschen an Herzversagen, nämlich 698.711. Danach kommen 466.215 Todesfälle aufgrund einer Krebserkrankung. Abtreibung ist damit die Haupttodesursache in Europa. Familie muss ein zentrales politisches Ziel der EU werden, folgerte das IFP und verfasste dazu ein eigenes Maßnahmenpaket (Download). IMABE veranstaltet im Rahmen der „Initiative Frauen des 21.  Jahrhunderts“ am 8./9. 12. 2006 eine Expertentagung zum Thema „Frauenidentität und Familienkultur“ (Programm).

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