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Zum Beginn des menschlichen Lebens

In den letzten Wochen haben im Zuge der österreichischen Diskussion um die Einführung eines chemischen Präparates mit dem Markennamen Mifegyne als Medikament manche Politiker, Journalisten und unverständlicherweise sogar Mediziner Äußerungen über den Beginn des menschlichen Lebens von sich gegeben, die zumindest mißverständlich sind und in der Öffentlichkeit den Eindruck entstehen ließen, daß diese Frage für die Wissenschaft wieder offen bzw. sehr umstritten ist.

Es muß ganz klar festgestellt werden, daß für diese Frage die medizinische Anthropologie und die Humanbiologie bzw. ihre Hilfswissenschaften, wie Genetik und Embryologie, zuständig sind. Aus der Sicht dieser Wissenschaften kann in keiner Weise angezweifelt werden, daß der Mensch ab der Befruchtung ein Individuum der Spezies Mensch und daher ein Mensch ohne Einschränkung irgendwelcher Art ist. Der Versuch, den Beginn auf den 14. Tag zu verlegen, weil bis dahin die Zwillingsbildung möglich ist, hat sich nach ausgiebiger Diskussion als ein reiner Trick erwiesen, um ein weiteres Argument für die Zulassung mancher abortiver Methoden zu erhalten, die in diesem Zeitraum wirken.

Fachleute, die diese wissenschaftlichen Erkenntnisse in Frage stellen, werden stets zu finden sein. In dieser Frage sind sie jedoch auf jeden Fall im Vergleich zum überwältigenden Konsens der Wissenschaftler eine ganz kleine Minderheit. Man muß außerdem festhalten, daß weder das Frauenministerium eines Landes noch ein Experte der Frauenheilkunde, so angesehen er auch sein mag, für diese Frage eigene Kompetenz hat.

Wien, am 15. Jänner 1999

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