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November 2006

Euthanasie: Großbritannien diskutiert Tötung von behinderten Neugeborenen

Gemeinsame Erklärung der anglikanischen und katholischen Kirche

Britischen Medienberichten zufolge hat die Königliche Akademie der Fachärzte für Gynäkologie und Geburtshilfe (Royal College of Obstetricians and Gynecology) vor kurzem die Erlaubnis beantragt, dass Ärzte schwer behinderte Neugeborene töten dürfen. Das Ansuchen wurde dem Nuffielder Rat für Bioethik (Nuffield Bioethics Council), der neue Entwicklungen im biologischen und medizinischen Bereich hinsichtlich ethischer Probleme untersucht, vorgelegt. Am 15. November 2006 legte das Expertengremium einen Bericht über kritische Entscheidungen in der Fetal- und Neonatalmedizin vor. Darin unterstreicht der Bioethikrat, dass die „aktive Beendigung des Lebens neugeborener Babys nicht zugelassen werden soll, ganz gleich, wie ernst der Zustand, in dem sie sich befinden, auch immer sein möge“. Die katholische und die anglikanische Kirche begrüße einhellig die vom Nuffielder Rat für Bioethik („Nuffield Bioethics Council“) ausgesprochene Empfehlung, berichtet die Nachrichtenagentur Zenit (16. 11. 2006). Mit diesem Urteil werde „die Gültigkeit der bestehenden gesetzlichen Regelung, die die Euthanasie verbietet“, neuerlich bekräftigt und das „lebenswichtige und grundlegende moralische Prinzip hochgehalten, dass die absichtliche Tötung eines Menschen immer ein schweres Unrecht ist“, heißt es in einer gemeinsam veröffentlichten Erklärung, in der der anglikanische Bischof von Southwark, Tom Butler, und der Erzbischof von Cardiff, Peter Smith, im Namen der Kirche von England beziehungsweise der katholischen Bischofskonferenz von England und Wales zum jüngsten Bericht des britischen Bioethikrates Stellung beziehen. Die Bischöfe weisen darauf hin, dass es einen „klaren Unterschied“ gebe zwischen jener Art von Eingriffen, „die vorsätzlich auf Tötung abzielen, und der Entscheidung, ärztliche Behandlung vorzuenthalten oder einzustellen, wenn diese als fruchtlos oder übermäßig belastend beurteilt wird“.

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