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März 2007

Studie: Natürliche Familienplanung ist so sicher wie „Pille“

Körperbewusstsein und Partnerschaftlichkeit gefordert, kein Hormoncocktail nötig

Wie sicher ist die „Natürliche Familienplanung“ (NFP), wenn sie korrekt angewendet wird? Ein internationales Wissenschaftlerteam um Petra Frank-Herrmann von der Universitäts-Frauenklinik in Heidelberg untersuchte in einer Langzeitstudie die Effizienz der sog. Symptothermalen Methode (STM nach J. Rötzer). Das jüngst in Human Reproduction (online, 20. Februar 2007) publizierte Ergebnis lautet: Die NFP ist so sicher wie hormonelle Kontrazeptiva – ohne Nebenwirkungen. Nur eine von 250 Frauen sei bei korrekter Nutzung der bereits seit langem bekannten STM-Methode schwanger geworden (Pearl-Index 0,4), berichten die Mediziner. Die Studie basiert auf Daten von 900 Teilnehmerinnen, 60 Prozent der Frauen waren zwischen 19 und 29 Jahre alt. Sie machten in der Zeit von 1985 bis 2005 Angaben zu ihren Zyklen und zum Sexualverhalten. 322 Frauen wendeten ausschließlich NFP an, 509 nahmen an ihren fruchtbaren Tagen zusätzlich Verhütungsmittel. 69 Frauen machten keine Angaben zu ihrem Sexualverhalten. Die korrekte Anwendung der NFP kombiniert die tägliche Messung der Basaltemperatur mit der regelmäßigen Beobachtung des Zervikalschleims (STM). Von den Frauen, die während der fruchtbaren Phasen sexuell enthaltsam waren, betrug der Pearl-Index 0,4, also 0,4 Schwangerschaften pro 100 Frauen pro Jahr (entsprechend 13 Zyklen). Die Frauen erlernten die Methode in Schulungsseminaren. Voraussetzung für den guten Erfolg, der auf Partnerschaftlichkeit beruht, ist, dass die Frauen ihren Körper gut kennen und die Methode richtig anwenden, betont Frank-Hermann im Spiegel. Die natürlichen Methoden hätten „immer noch diesen Außenseitertouch“, das Interesse sei jedoch bei jüngeren Frauen im Steigen, so die Gynäkologin.

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