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Oktober 2007

Bioethikkommission: Neue Vorsitzende bestellt, erstmals Behindertenvertreter an Bord

25 statt bisher 19 Mitglieder beraten den Bundeskanzler ab nun in bioethischen Fragen

SP-Staatssekretärin Heidrun Silhavy stellte am 5. Oktober 2007 die neuen Mitglieder der vierten Amtsperiode der Bioethikkommission vor. Zur neuen Vorsitzenden wurde die Juristin Dr. Christiane Druml (Ethik-Kommission, Medizinische Universität Wien) bestellt. Das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden nehmen weiterhin Univ.-Prof. Dr. Günther Pöltner (Institut für Philosophie, Universität Wien) sowie Univ.-Prof. Dr. Christine Mannhalter (Klinisches Institut für Medizinische u. Chemische Labordiagnostik, Abteilung für molekulare Diagnostik, Medizinische Universität Wien) wahr. Der Kommission gehört erstmals mit Klaus Voget, Präsident der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (ÖAR) und des Österreichischen Zivil-Invaliden-Verbandes (ÖZIV) ein Vertreter der Behindertenbewegung an, weiters Fachleute aus den Bereichen Medizin (insbesondere Fortpflanzungsmedizin, Gynäkologie, Psychiatrie, Onkologie, Pathologie), Molekularbiologie und Genetik, Rechtswissenschaften, Soziologie, Philosophie und Theologie. Die Namen der neuen Mitglieder sind unter http://www.bundeskanzleramt.at/site/5769/default.aspx abrufbar. Ein Manko bleibt, dass die jetzige Neubesetzung der Bioethikkommission nicht zugleich als Chance für ihre institutionelle „Rundumerneuerung“ genutzt wurde. Noch fehlt die nötige Transparenz in der Ernennung der Mitglieder, die alle direkt von dem zu beratenden Politiker, dem Bundeskanzler, bestellt werden. Diese von der Öffentlichkeit nicht kontrollierbare Auswahlprozedur wirft letztlich ein schlechtes Licht auf die Unabhängigkeit des Gremiums (vgl. IMABE-Newletter vom September 2007).

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