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Februar 2008

Belgien: Lockangebote für junge Frauen zur Eizellen-Spende

Studentinnen sollen knappe Eizellen-Vorräte aufstocken

Aus Mangel an Eizellen-Spenderinnen wirbt eine belgische Fortpflanzungsklinik mit lukrativen Angeboten um Studentinnen. Die Klinik LIFE im flämischen Löwen (Leuven) werde speziell unter Studierenden nach Spenderinnen suchen, zitierte die Gazet van Antwerpen eine Mitarbeiterin, berichtet der Standard (online, 12. 02. 2008). Für eine Eizellenspende, die gesundheitlich mit hohen Risiken verbunden ist, soll den jungen Frauen 750 Euro Honorar geboten werden. Den Angaben zufolge will die Klinik auf Infoveranstaltungen und in Uni-Kneipen Interessentinnen anwerben. Frauen in Ausbildung oder aus niedrigen sozialen Schichten werden damit verleitet, mit ihrer Eizellenspende finanzielle Engpässe zu überwinden. De facto ist der Eizellenhandel mit Frauen aus ärmeren EU-Ländern bereits Realität, ebenso in den USA mit Studentinnen von Top-Universitäten. Die American Society for Reproductive Medicine (ASRM) hat zwar Richtlinien herausgegeben, diese sind jedoch nicht gesetzlich bindend, Kontrollen gibt es keine. Der Eizellenhandel in Europa wurde im Jahr 2005 anlässlich des Verkaufs von Eizellen aus der rumänischen IVF-Klinik Global Art nach Großbritannien zu einem öffentlichen Thema. Das Europäische Parlament hat im März 2005 eine Resolution verabschiedet, in der ein Verbot des kommerziellen Handels mit Eizellen gefordert wurde. Eine so genannte „Aufwandsentschädigung“ solle aber weiterhin legal sein. In Österreich ist die Eizellenspende verboten. Zur Problematik der Eizellenspende in Imago Hominis: Gabriele Werner-Felmayer, Menschliche Eizellen – Lebensspender, Hoffnungsträger und Handelsware. (Imago Hominis (2005); 12(3): 207-215)

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