06. November 2026 | Raiffeisen Forum, Wien

„Ich will nicht mehr …“: Sterbewunsch als Herausforderung für Medizin, Pflege und Gesellschaft

IMABE-Symposium 2026

Sterben ist in der Hochleistungsmedizin nicht vorgesehen – und auch im Pflegeheim oft kein Thema, über das offen gesprochen wird. In einer Gesellschaft, die ein möglichst leidfreies, unabhängiges und scheinbar „grenzenlos“ verfügbares Leben verspricht, geraten letzte Fragen und letzte Wünsche leicht an den Rand.

Doch Sterben gehört zum Leben. Wenn Patientinnen und Patienten sagen: „Ich will nicht mehr“, stehen Behandelnde vor existenziellen Fragen – medizinisch, ethisch, menschlich. Gleichzeitig fehlt oft die Sicherheit im Umgang mit Sterbewunsch und suizidalen Krisen.

Fünf Jahre nach Inkrafttreten des österreichischen Sterbeverfügungsgesetzes wird assistierter Suizid zunehmend als „selbstbestimmte Lösung“ für Leid und als Weg zu einem würdevollen Tod dargestellt. Wo stehen wir heute? Was hat sich in Institutionen, Teams und in der Beziehung zu Patientinnen, Patienten und Angehörigen verändert? Und vor allem: Welche Alternativen können wir anbieten?​

Das IMABE-Symposium 2026 bringt Expertinnen und Experten aus Medizin, Pflege, Ethik, Recht und Praxis zusammen. Wir fragen nach den Grenzen des Helfens – und nach den Möglichkeiten von Palliative Care, Suizidprävention und einer Medizin, die auch das Sterben begleiten kann.

Programm

Stand 25.3.2026, Änderungen vorbehalten

09.00 Begrüßung
Dr. Harald Schlögel, Präsident Ärztekammer NÖ und 1. Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer
09.15 Sterben und die Grenzen des Helfens
Giovanni Maio
09.45 Sterbewunsch: Was kann Palliative Care?  10 Fragen und 10 Antworten
Gudrun Kreye
10.15 Kaffeepause
10.45 Suizidalität ist komplex – warum Prävention zuerst kommt
Ute Lewitzka
11.15 Was tut „Sterbehilfe“ mit uns?: Sozialethische Perspektiven in Europa
Susanne Kummer
11.45 Podiumsdiskussion mit Publikumsbeteiligung, Vorsitz: Wolfgang Mazal
12.30 Mittagspause
13.30 Gewissensfreiheit im Spannungsfeld des Sterbeverfügungsgesetzes: rechtliche Perspektiven
Wolfgang Mazal
14.00  Panel: Würdevolles Sterben ermöglichen: Was heißt das für uns als Institution – und was nicht?
14.30 Pause

15.00

Panel: Fünf Jahre Sterbeverfügungsgesetz – was hat sich verändert?

16.00 Ende

Speaker und Moderation

  • OÄ PD Dr. Gudrun Kreye MBA, Präsidentin der Österreichischen Palliativgesellschaft, Klinische Abteilung für Innere Medizin 2 | Universitätsklinikum Krems

  • Mag. Susanne Kummer, Direktorin | IMABE, Wien

  • Univ.-Prof. Dr. med. habil. Ute Lewitzka, Professur für Suizidologie und Suizidprävention | Goethe-Universität Frankfurt

  • Univ.-Prof. Dr. med. Giovanni Maio, MA phil., Direktor des Instituts für Ethik und Geschichte der Medizin |Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

  • Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mazal, Institut für Arbeits- und Sozialrecht | Universität Wien

  • Mag. Werner Mühlböck, MBA, Geschäftsführer | Tiroler Hospiz Gemeinschaft

  • und andere

Weitere Informationen

Tagungsort: Raiffeisenhaus Wien
1. Stock Raiffeisen Forum | Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz 1 | 1020 Wien

Fortbildungspunkte (angefragt):
Berufsverband Österreichischer PsychologInnen: 6 Fortbildungseinheiten
Österreichische Ärztekammer: 9 sonstige DFP-Punkte
Österreichischer Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP): 7 Arbeitseinheiten
Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband: 15 ÖGKV PFP® 
Physio Austria:  10 CPD-Punkte

Anmeldungen in Kürze möglich.

Institut für Medizinische
Anthropologie und Bioethik
Unterstützt von: