Bioethik aktuell


OGH-Urteil zur Haftung bei unerwünschten Kindern: Experten fordern Umdenken

Ärzte in Österreich können in Zukunft sowohl nach der Geburt eines gesunden als auch behinderten Kindes belangt werden
Die Richter wollen mit ihrer Entscheidung offenbar dem Vorwurf der Diskriminierung von Behinderten entgegenwirken. Die Entscheidung ändert jedoch wenig daran, dass die Geburt eines ungewollten Kindes weiterhin mit „Schaden“ assoziiert wird. Diskriminierend ist das OGH-Urteil zudem gegenüber Eltern,   mehr lesen...


Praxis der Beihilfe zur Selbsttötung: Das Dunkelfeld in Österreich ist groß

Juristen fordern auf einer Tagung in Wien Strafen für Ärzte, die Menschen „unzulässig“ vom Suizid abhalten
Zwei Jahre nach der Legalisierung des assistierten Suizids im Jänner 2022 wird deutlich, dass das „Sterbeverfügungsgesetz“ zahlreiche Grauzonen eröffnet hat. Sowohl die offiziellen Zahlen des Gesundheitsministeriums werden von Experten angezweifelt als auch die Praxis der Totenbeschau. Die   mehr lesen...


Menschenrechte: Betroffene Kinder aus Leihmutterschafts-Verträgen klagen an

EU öffnet mit dem „Elternschaftszertifikat“ der umstrittenen Praxis weitere Tore
Weder der Körper der Frau noch die Geburt eines Kindes können in Form von Produktion und Warenaustausch gehandelt werden, ohne dass dabei die Rechte des Einzelnen grob verletzt werden. Das betont Susanne Kummer, Direktorin des Wiener Bioethikinstituts IMABE. Erst kürzlich hat das katholische   mehr lesen...

Publikationen

Imago Hominis

3/2023 Autonomie, Körper und Reproduktion

Editorial • Als am 25. Juli 1978 Louise Brown als erstes Kind nach künstlicher Befruchtung – ‚In-Vitro-Fertilisierung‘ (IVF) – zur Welt kam, wurde dies als medizinische Sensation gefeiert. In Österreich und Deutschland kam 1982 das erste IVF-Kind zur Welt, in der Schweiz 1985. Schätzungen zufolge leben inzwischen weltweit acht Millionen Menschen, die nach extrakorporaler Befruchtung geboren worden sind. In Österreich gibt es Vorstöße, das novellierte...   mehr lesen...
Imago Hominis

2/2023 Transhumanismus

Editorial • Der Transhumanismus ist heute eine globale, wenn auch uneinheitliche Bewegung, die den Menschen mithilfe von Wissenschaft, Medizin und Technik ‚optimieren‘ will. Die Versuchung „wie Gott zu werden“ (Genesis 3,6) ist so alt wie die Menschheit selbst. Diese Bestrebung läßt sich von der antiken Alchemie, die auf der Suche nach dem „Stein der Weisen“ war, bis heute zurückverfolgen. Bei Dante Alighieris (1265-1321)...   mehr lesen...
Studienreihe IMABE

Schwangerschaftsabbruch und Psyche: Eine qualitative Studienanalyse

50 Jahre nach den politischen Beschlüssen, den Schwangerschaftsabbruch in Österreich (1973) und Deutschland (1974) straffrei zu stellen, bleibt die Abtreibung ein kontrovers diskutiertes Thema. Insbesondere in der Frage, ob eine Abtreibung negative Folgen für die psychische Gesundheit von ungewollt Schwangeren abwenden oder umgekehrt diese auslösen kann, stellen sich die Ergebnisse der dazu vorhandenen Studien...   mehr lesen...
Institut für Medizinische
Anthropologie und Bioethik
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