Bioethik aktuell


Schweiz: Pflegeheime sollen verpflichtet werden, Sterbehilfe-Vereine zuzulassen

Rekordhoch: Fast 7.000 Niederländer sind 2020 durch aktive Sterbehilfe gestorben

Alters- und Pflegeheimen im Schweizer Kanton Graubünden sollen gesetzlich verpflichtet werden, innerhalb ihrer Institutionen Sterbehilfe durch externe Organisationen zuzulassen. Das sieht ein geplanter Gesetzesartikel der kantonalen Regierung vor.

Bisher lag es im eigenen Ermessen der jeweiligen  mehr lesen...


Österreich: Ministerin will Suizidbeihilfe nur unter möglichst strengen Bedingungen

Ärztekammerpräsident Szekeres will nicht, dass Ärzte tödliche Präparate verschreiben

Am Leitbild, dass Suizid „etwas Tragisches, das es zu verhindern gilt“ sei, müsse in Österreich festgehalten werden, erklärte Verfassungsministerin Karoline Edtstadler zum Abschluss der Salzburger Bioethik-Dialoge. Den Spielraum, welcher der Politik nach dem VfGH-Erkenntnis vom Dezember verbleibe,  mehr lesen...


Österreich: "Selbstbestimmte Tötung" braucht Schutzkonzepte

Juristen, Ethiker und Ärzte beraten über Rechtsvakuum nach VfGH-Urteil

Die Zeit drängt: Bis Dezember 2021 soll in Österreich ein neues Gesetz verabschiedet werden, das regelt, unter welchen Bedingungen jemand straffrei mitwirken darf, wenn sich ein anderer das Leben nehmen will. Der VfGH hatte im Dezember das Verbot der „Beilhilfe zum Selbstmord“ als verfassungswidrig  mehr lesen...

Publikationen

Imago Hominis

1/2021 Modernes Sterben

Editorial • „Es ist nicht Aufgabe der Ärzteschaft, den Tod kranker Menschen herbeizuführen. Dieses Recht hat kein Mensch, erst recht nicht ein Arzt. Leben zu beenden widerspricht dem ärztlichen Berufsethos.“ In seinem Grußwort zu den Salzburger Bioethik-Dialogen 2020 bezog Thomas Szekeres, Präsident der Österreichischen Ärztekammer, klar Position. „Unsere Forderung geht in eine andere Richtung: Stärkere Förderung der Palliativmedizin...   mehr lesen...
Imago Hominis

3/2020 Mehrklassenmedizin

Editorial • Eine Mehrklassenmedizin, sagen die einen, hat es immer schon gegeben. Die Frage sei nur, auf welchem Niveau die zweite Klasse ist und wieweit eine Mehrklassenmedizin ethisch vertretbar ist. Andere hingegen, insbesondere Ärztevertreter, stellen die Existenz einer Mehrklassenmedizin in Abrede. Die Debatte darüber, dass sich in Österreich in der Patientenversorgung zunehmend missbräuchliche Praktiken etablieren, die weder mit der Gesetzgebung   mehr lesen...
Imago Hominis

2/2020 Personalisierte Medizin II

Editorial • In die sog. „Personalisierte Medizin“ werden große Hoffnungen gesetzt. In Zukunft sollen dadurch präzise, individuell maßgeschneidert, über die rein akademisch, funktionelle Krankheitsentität hinaus die individuellen, physiologischen, genetischen und geschlechtsspezifischen Eigenschaften jedes einzelnen Patienten in Diagnose und Therapie weitgehend berücksichtigt werden. Bis zu einem gewissen Grad wird dieses Konzept   mehr lesen...



Institut für Medizinische
Anthropologie und Bioethik
Unterstützt von: