Lebensqualität: Was am Ende zählt

Herausforderung an Medizin und Pflege

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Sonderpreis Teilnahmegebühr für Online-Veranstaltung: 40 Euro

13. November 2020, 9.00 bis 16.00 Uhr

Thema

Die Lebensqualität des Patienten zu erhalten, zu verbessern und zu fördern schreiben sich fast alle Gesundheitsberufe auf ihre Fahnen. Gleichzeitig besteht eine weitverbreitete Unsicherheit darüber, was Lebensqualität ist, beinhaltet, wie sie gemessen und konkret verbessert werden kann.

Im Fokus darauf, die Überlebenszeit zu maximieren, hat die Medizin zum Teil verlernt, früh genug ein umfassendes Konzept von Lebensqualität als Behandlungsziel einzubinden. Schmerzen oder Atemnot können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen, sie brauchen Therapie und Linderung. Körperliche Beeinträchtigungen treten bei schweren Erkrankungen auf – vor allem aber auch emotionale und existenzielle Nöte. Wie können die Bedürfnisse von Betroffenen entsprechend ihrer Präferenzen und Werthaltungen besser erfasst und berücksichtigt werden?

Lebensqualität ist zu einem Schlüsselkonzept für die Gesundheitsversorgung geworden: Lässt sie sich überhaupt messen? Was konkret heißt Lebensqualität im Angesicht einer unheilbaren Erkrankung? Was bedeutet Lebensqualität für einen hochaltrigen Menschen? Was heißt „keine Lebensqualität mehr“ im Kontext der Debatte um aktive Sterbehilfe? Welche ethischen Fragen wirft das Konzept der Lebensqualität auf?

Gerade die Corona-Krise hat dramatisch gezeigt, welche belastenden Folgen soziale Isolation und das Gefühl der Einsamkeit auf Lebensqualität und Krankheitserleben haben können.

Spiritualität, Lebenssinn sowie soziales Eingebundensein spielen für die Krankheitsbewältigung eine zentrale Rolle. Welche Relation besteht zwischen Körper, Geist sowie sozialem Netz und Lebensqualität?

Es ist Zeit für einen Perspektivenwechsel.

Programm

ONLINE-TAGUNG
Block 1

09.00Begrüßung 
09.15Lebensqualität und Lebenssinn in Alter und Krankheit
Franz Kolland, Wien
CV und Zusammenfassung: Lebensqualität und Lebenssinn in Alter und Krankheit
 
09.45Lebensqualität vs. Lebensverlängerung: Länger leben oder länger leiden?
Barbara Friesenecker, Innsbruck
CV und Zusammenfassung: Lebensqualität vs. Lebensverlängerung: Länger leben oder länger leiden?
 
10.15Krankheit gemeinsam tragen: Lebensqualität und die Rolle der Angehörigen
Monika Keller, Heidelberg
CV und Zusammenfassung: Lebensqualität und die Rolle der Angehörigen
 
10.45Wozu noch leben? Die spirituelle Dimension der Lebensqualität
Matthias Beck, Wien
CV und Zusammenfassung: Wozu noch leben? Die spirituelle Dimension der Lebensqualität
 
11.15

Podiumsdiskussion: Lebensqualität in der Not: Was wir aus der Corona-Krise für die Zukunft lernen
(mit Online-Beteiligung der TeilnehmerInnen)

 
12.15 bis 13.45Mittagspause 


Block 2

13.45Sorgende Praxis der Pflege als Widerstand gegen technisches Handeln
Helen Kohlen, Vallendar
CV und Zusammenfassung: „Sorgende Praxis der Pflege als Widerstand gegen technisches Handeln
14.10"Was ist Ihnen eigentlich wichtig?" Dimensionen der Lebensqualität in der Langzeitpflege
Doris Pfabigan, Wien
CV und Zusammenfassung: „Was ist Ihnen eigentlich wichtig?“ Dimensionen der Lebensqualität in der Langzeitpflege

14.35

 

Diskussion (Online-Beteiligung der TeilnehmerInnen)

COVID-19 in der Praxis

  
14.45COVID-19: Herausforderungen im Krankenhaus
Jürgen Brunner, Innsbruck
CV und Zusammenfassung: COVID19 in der Praxis: Herausforderungen im Krankenhaus
15.05COVID-19: Herausforderungen im Pflegeheim
Sabine Wimmer, Sierning
CV und Zusammenfassung: COVID19 in der Praxis: Herausforderungen im Pflegeheim
15.25Diskussion (Online-Beteiligung der TeilnehmerInnen)
16.00Ende


Stand: 9. November 2020

Referenten

  • ao. Univ.-Prof. DDr. Matthias Beck
    Institut für Systematische Theologie und Ethik, Universität Wien
  • PD Dr. Mag. Dipl.oec.med. Jürgen Brunner
    Department für Kinder- und Jugendheilkunde, Medizinische Universität Innsbruck
    ao. Univ.-Prof. Dr. Barbara Friesenecker
  • Universitätsklinik für allgemeine und chirurgische Intensivmedizin, Medizinische Universität Innsbruck
  • Priv.-Doz. Dr.med. Monika Keller
    Klinik für Psychosomatische und Allg. Klinische Medizin, Sektion Psychoonkologie, Medizinische Universitätsklinik Heidelberg
  • Univ.-Prof. Dr. Helen Kohlen
    Care Policy und Ethik in der Pflege, Philosophisch-Theologische Hochschule in Vallendar
  • ao. Univ.-Prof. i.R. Mag. Dr. Franz Kolland
    Department Allgemeine Gesundheitsstudien, Kompetenzzentrum Gerontologie und Gesundheitsforschung, Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften, Krems/Donau
  • Dr. Doris Pfabigan
    Senior Health Expert in der Abteilung Gesundheitsberufe, Gesundheit Österreich GmbH
  • DGKP Sabine Wimmer
    Leitung Betreuungs- und Pflegedienst, Bezirksalten- und Pflegeheim Sierning/OÖ

Weitere Informationen

Aufgrund der aktuellen COVID-19 Entwicklung findet das Symposium ONLINE statt.

Wir führen das Online-Symposium professionell im Studio am Spittelberg der media productions Film- und Medienproduktion GmbH in Wien durch.

Sie erhalten in den Tagen vor der Veranstaltung Ihren Online-Zugang zum Symposium.

 

Fortbildungsdiplome:

Österreichische Ärztekammer: 6 sonstige DFP-Punkte (Änderungsmitteilung aufgrund Webinars)

Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband: 14 ÖGKV PFP®

Berufsverband Österreichischer PsychologInnen: 7 Fortbildungseinheiten

Österreichische Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP): 7 Arbeitseinheiten

Wir danken





Institut für Medizinische
Anthropologie und Bioethik
Unterstützt von: