Archiv Bioethik aktuell
Detransition: US-Amerikanerin gewinnt erstmals Klage gegen Transgender-Ärzte
Experten warnen vor fehlerhaften Pränataltests aus Blutproben: Die Messmethode führt in die Irre
Schwangerschaftsabbruch: Nöte von Frauen müssen enttabuisiert und Hilfe angeboten werden
„Verhindern, dass Heiler zu Mördern werden“: Lancet-Kommission fordert mehr Geschichtsbewusstsein
Debatte unerwünscht? Verlag zieht Studie zu Transgenderwünschen bei Kindern zurück
IMABE-Studie: Abtreibung hat keinen positiven Effekt auf die Psyche der Frau
Interview des Monats: „Der Handlungsdruck in der Pandemie war sehr groß“
IMABE-Studie: Was macht Abtreibung mit der Psyche?
Pränataler Bluttest auf Trisomien: Mehr Verunsicherung für Eltern als vermutet
Mehr Sachlichkeit: Deutsche Wissenschaftler kritisieren Transgender-Hype bei Kindern
COVID-19-Impfung: Wissenschaftler betonen hohe Wirksamkeit, Begleitstudien sind nötig
Der Impfstoff von Biontech/Pfizer wird der erste sein, der in Österreich ab 27. Dezember zur Anwendung kommt. Rund 10.000 Impfdosen sollen dann „in einigen ausgesuchten Alten- und Pflegeheimen“ zunächst in Wien und Niederösterreich zum Einsatz kommen. sagte der COVID-Sonderbeauftragte Clemens Martin mehr lesen...
COVID-19: „Der Impfstoff ist ein wichtiger Schritt“
Noch vor Jahresende wird auch in Europa der Impfstoff von Biontech/Pfizer eingesetzt werden, darunter auch in Österreich. Die Entwicklung des Impfstoffs erfolgte in Rekordzeit. Niemals zuvor hätten so viele Konkurrenten so offen und regelmäßig zusammengearbeitet, ebenso einzigartig sei die mehr lesen...
COVID-19: Viele offene Fragen an eine (zu schnelle?) Impfung
Das deutsche Unternehmen Biontech und der US-Pharmakonzern Pfizer haben bei der US-Arzneimittelbehörde FDA eine Notfallzulassung für ihren Coronavirus-Impfstoff beantragt. Das teilten die Firmen in einer gemeinsamen Presseaussendung (20.11.2020) mit. Laut der Unternehmen biete die von ihnen mehr lesen...
COVID-19-Impfstoff: „Wir stehen erst am Anfang“, sagen Forscher
Wann wird es einen Impfstoff gegen COVID-19 geben? Darf man Prüfverfahren abkürzen? An wem soll der Impfstoff vorab getestet werden? Wie lange ist man durch eine Impfung geschützt? Was weiß man über Nebenwirkungen, insbesondere für die COVID-19- Risikogruppe?
Fragen über Fragen begleiten die mehr lesen...
Pandemie: Krise entschuldigt keine niedrigen Wissenschaftsstandards
Forscher und Ärzte auf der ganzen Welt befinden sich derzeit in einem Wettlauf, um Impfstoffe gegen das neue Corona-Virus oder Therapien für COVID-19-Patienten zu entwickeln. Der Zeitdruck dürfe aber nicht auf Kosten der Qualität gehen, mahnen Ethiker nun in einem aktuellen Beitrag in Science (Scien mehr lesen...
Veröffentlichung von Studien: Wissenschaftler halten sich nicht an die Regeln
Seit 20 Jahren fordert die US-Regierung Unternehmen, Universitäten und andere Institutionen, die klinische Studien durchführen, auf, ihre Ergebnisse in einer staatlichen Datenbank zu veröffentlichen, damit Ärzte und Patienten sehen können, ob neue Behandlungen sicher und wirksam sind.
Eine kürzlich mehr lesen...
CRISPR/Cas9: Chinesischer Forscher wurde wegen Designerbabys zu Haft verurteilt
Der chinesische Biophysiker He Jiankui ist für seine Genexperimente an Menschen zu drei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von drei Millionen Yuan (rund 385.000 Euro) verurteilt worden, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua (online, 30.12.2019). Er und seine beiden Kollegen hätten mehr lesen...
Medien: Unseriöse "Hype"-Meldungen untergraben Vertrauen in die Medizin
„Neue Krebstherapie vor Durchbruch“, „Sport senkt Herzinfarkt-Risiko bei Depressiven“, „Mit Stammzellen Parkinson heilen“: Wenn über Studien berichtet wird, neigen Journalisten dazu, Ergebnisse so verkürzt darzustellen, dass sie falsche Hoffnungen wecken. Die Evidenzlage ist im Bereich der mehr lesen...
Wissenschaft: Ethik soll positiven Kulturwandel in der Forschungswelt fördern
Wissenschaftsbetrug durch Datenfälschung, versteckte Einflussnahme oder geschönte Ergebnisse: Die Glaubwürdigkeit der Forschung hat in den vergangenen Jahren gelitten. Der Druck auf Wissenschaftler, so früh wie möglich und möglichst viel in hochrangigen Fachzeitschriften zu veröffentlichen, mehr lesen...
Klonen von Affen: Ist China auf dem Weg zur Tierfabrik?
Seit der Geburt des berühmten Klonschafs Dolly vor 22 Jahren wurden weltweit zahlreiche Tiere geklont: Pferde, Schweine, Rinder und Hunde - insgesamt 23 Tierarten. Chinesischen Wissenschaftlern gelang es nun erstmals, Primaten zu klonen. Die beiden genetisch identen Makaken-Äffchen bekamen die Namen mehr lesen...
Genome Editing: Ethiker fordert generationsübergreifendes Monitoring
Angesichts des Booms in der Genome-Editing-Technologie seien generationsübergreifende Studien dringend nötig. Dafür plädiert Bryan Cwik, Philosoph an der Portland State University in Oregon, im renommierten New England Journal of Medicine (2017; 377: 1911-1913, November 16, 2017, DOI: mehr lesen...
Genschere: Forscher zweifeln an erfolgreicher Genmanipulation von Embryonen
Das mediale Echo Anfang August war groß: Dem US-russischen Biologen Shoukhrat Mitalipov und seinem Team von der Oregon Health & Science University sei erstmals eine Genmanipulation an menschlichen Embryonen ohne weitere unerwünschte Mutationen im embryonalen Erbgut gelungen. Die Ergebnisse ihrer mehr lesen...
Genome Editing: Embryonenschutz wird weiter ausgehöhlt
Die Forschung an menschlichen Embryonen ist in Deutschland explizit durch das Embryonenschutzgesetz verboten, denn: Jede Forschung am Embryo bedeutete zugleich dessen Vernichtung. Das sollte nun geändert werden, befindet einen Gruppe von Experten der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina mehr lesen...
Genom-Editing: Wissenschaft baut am krankheitsresistenten Menschen
Kaum ein Monat vergeht, in der nicht eine No-Go-Grenze für die Reproduktionsforschung überschritten wird. Die verbrauchende Embryonenforschung und Erbgutmanipulationen stehen dabei an der Spitze. Nun haben die U.S. National Academy of Sciences (NAS) und die National Academy of Medicine in Washington mehr lesen...
Pharmaindustrie: Echte Transparenz braucht Willen zur Wahrhaftigkeit
Interessenskonflikte werden von wissenschaftlich tätigen Ärzten zunehmend angegeben, aber nicht lückenlos. Und ob die Transparenz am Papier alleine Manipulationen verhindern kann, ist mehr als fraglich. Eine nun im British Medical Journal publizierte Studie (2017; 356: i6770) zeigt: Ergebnisse von mehr lesen...
Pharmaindustrie: Transparenzinitiative nur teilweise gelungen
Pharmafirmen in Europa haben im Zuge eines neuen Transparenzkodex erstmals jene Honorare auf ihren Webseiten veröffentlicht, die seitens der Industrie an Ärzte und Institutionen geflossen sind. Für Patienten ist die Auflistung allerdings unübersichtlich. In Deutschland hat deshalb nun das mehr lesen...
Transgender: Debatte über fragwürdige Hormonbehandlung von Kindern
Wenn Menschen eine Inkongruenz zwischen ihrem erlebten und biologischen Geschlecht erfahren, spricht man von einer Geschlechtsidentitätsstörung bzw. Transsexualität. Diese ist gemäß ICD 10 und DSM V-Klassifikation als Erkrankung anerkannt, sie tritt mit einer geschätzten Prävalenz von 0,001 Prozent mehr lesen...
Wissenschaft: Wie exakt sind Studienergebnisse und was ist Forschungsmüll?
Mehr Qualität und Transparenz, weniger Forschungsmüll: So lautete eine von Nobelpreisträgern und Lancet initiierte Debatte (Bioethik aktuell, 11.2.2014). Jetzt bekommen diese Forderungen neuen Auftrieb: Weniger als die Hälfte der Ergebnisse von psychologischen Studien lässt sich reproduzieren. Das mehr lesen...
Studie: Nur 11 Prozent der Gesundheitsnachrichten stimmen
Wenn es um Medizin-Berichterstattung geht, neigen Journalisten zu Übertreibung und Verzerrung. Wie wenig faktenbasiert auch österreichische Medien zu Gesundheitsthemen berichten, zeigt eine nun in der Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität (doi:10.1016/j.zefq.2015.05.014) veröffentlichte mehr lesen...
Forschung: Wissenschaftsrat will Integrität, Qualität und ethisches Verhalten stärken
Regeln, Leitlinien und Appelle im Wissenschaftsbetrieb sind wichtige Elemente zur Qualitätssicherung - allein: Ethisches Verhalten können sie nicht produzieren. Der Deutsche Wissenschaftsrat fordert deshalb eine neue „umfassende Kultur der Redlichkeit und Qualität an wissenschaftlichen mehr lesen...
Studie: Stammzelltherapie löst bei Querschnittpatientin einen Tumor aus
Mit neuartigen Stammzelltherapien werden starke Hoffnungen geweckt, die Realität sieht jedoch anders aus. Im Tierversuch soll es gelungen sein, dank Injektion einer im Labor gereinigten Nasenschleimhaut einen gelähmten Hund wieder zum Laufen zu bringen. Für eine Amerikanerin, die nach einem Unfall mehr lesen...
Medizinjournalismus: Maßstäbe zwischen Information und Marketing verschwimmen
In der Branche des Wissenschaftsjournalismus wächst das Unbehagen über die sinkende Qualität der Berichterstattung. Die Grenzen zwischen Information und Marketing würden verschwimmen, schreiben der Kommunikationswissenschaftler Holger Wormer von der Technischen Universität Dortmund und der Soziologe mehr lesen...
Studie: Grippemittel Tamiflu so gut wie nutzlos und dennoch millionenfach gelagert
Die Grippemittel Tamiflu und Relenza sind nach einer im British Medical Journal publizierten groß angelegten Studie so gut wie nutzlos (BMJ 2014; 348: g2545). Diesem Ergebnis ging ein jahrelanger Kampf zwischen Wissenschaftlern aus Oxford und Harvard und den Pharmafirmen voraus. Die nun vorliegende mehr lesen...
Stammzellforschung: Die Zeit ist reif für ein internationales Klonverbot
Im Jahr 2003 gelang es den UNO-Mitgliedsstaaten nicht, dem Klonen von Menschen einen wirksamen Riegel vorzuschieben. Knapp 10 Jahre danach scheint ein Wettlauf im Kampf um Ergebnisse des sogenannten „therapeutischen Klonens“ eingetreten zu sein. Dieter Egli und sein Team von der privat finanzierten mehr lesen...
Forschung: Wissenschaftselite will mehr Qualität und weniger Forschungsmüll
Im Forschungsbetrieb wird zu viel Unwichtiges produziert, die Anreizsysteme von Forschungseinrichtungen und Instituten seien oft unsinnig, Geld werde verschleudert und schließlich Patienten geschädigt: Wissenschaftler sind bereit, darunter auch Nobelpreisträger, öffentlich zu thematisieren, dass mehr lesen...
Klinische Forschung: 29 Prozent der Studien verschwinden in der Schublade
Trotz öffentlichen Drucks und der - inzwischen in den USA gesetzlichen - Verpflichtung zur Registrierung klinischer Studien landen die Ergebnisse auch größerer randomisierter Studien häufig in der Schublade. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Datenbank ClinicalTrials.gov, die nun im British Medical mehr lesen...
Studie: Nicht veröffentlichte Studiendaten verzerren Therapieeinschätzung
„Fehlende Studien“ sind kein rein akademisches Problem. Denn eine Fehleinschätzung der Therapie aufgrund mangelhafter Daten aus klinischen Studien kann den Patienten schaden und zu sinnlosen Kosten für die Gesundheitssysteme führen. Davor warnen Experten ausgehend von neueren Studien im British mehr lesen...
Stammzellforschung: Prominente Bioethiker kritisieren „unredliche Hype“
Zwei prominente US-amerikanische Bioethiker aus konträren Lagern zeigten sich in einer hochkarätigen Debatte überraschend in einem Punkt einig: Sowohl für Robert P. George, Professor für Rechtswissenschaften an der Princeton University als auch für Arthur Caplan, Direktor des Center for Bioethics an mehr lesen...
Interessenkonflikte: Was Pharmakonzerne US-Ärzten zahlen
Ein Gesetz und gerichtliche Anordnungen zwingen die Arzneimittelhersteller in den USA, ihre Zahlungen an Ärzte offen zu legen. Dieser Tage nannten drei Konzerne Zahlen, berichtet das Deutsche Ärzteblatt (online, 1.4.2011). Ein Beispiel: Pfizer wurde im Oktober 2009 wegen eines Verstoßes der Tochter mehr lesen...
Public Health: Tabaklobby beeinflusste EU-Gesetzgebung zu eigenen Gunsten
Laut einer jüngst in PloS Medicine (2010; 7: e1000202) veröffentlichten Studie hat eine von der Tabakindustrie angeführte Lobbygruppe die Gesetzgebung der Europäischen Union zum Schaden der Bevölkerung beeinflusst. Die Lobbyisten nahmen insbesondere Einfluss auf die Folgen- und Risikoabschätzung der mehr lesen...
Studie: Nutzen der Krebsfrüherkennung in Europa deutlich überschätzt
Die meisten Frauen und Männer schätzen die Möglichkeiten der Früherkennung von Brustkrebs und Prostatakarzinom zu positiv ein. Das zeigt eine europaweite Umfrage im Journal of the National Cancer Institute (2009; 101: 1216-1220). Die vom Harding Center for Risk Literacy (Harding-Zentrum für mehr lesen...
Studie: Verdachtsfälle von Forschungsbetrug werden zu selten gemeldet
Geschönte Bilder, unterschlagene Daten, getürkte Ergebnisse: Wie reagieren Forscher, wenn gegenüber einem Kollegen der Verdacht von wissenschaftlichem Betrug auftaucht? Dieser Frage ging eine nun in Nature (2008; 453: 980-982, doi:10.1038/453980a) veröffentlichte US-Studie nach. Fazit: In mehr als mehr lesen...
Aktuelle Ausgabe von Imago Hominis widmet sich der „Forschungsethik“
Jahr für Jahr werden in die Grundlagenforschung große Summen öffentlicher und privater Gelder investiert. In der angewandten Forschung sind es auch Mittel aus dem Kapitalmarkt. Diese Finanzressourcen müssen aber ihren Ertrag bringen. Damit ist klar, dass Geld ein wissenschaftsexterner Faktor ist, mehr lesen...
Studie: Pharmamarkt zeigt kein Interesse für schwangerschaftsbedingte Krankheiten
Der Arzneimittelmarkt hat kein Interesse an Produktentwicklung für die Bedürfnisse schwangerer Frauen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung von Forschern des Imperial College London, das in der Public Library of Science publiziert wurde (PLoS Med 2008, 5(1): e22). Weltweit sterben jährlich mehr lesen...
Studie: Pharmafirmen geben mehr Geld für Marketing als für Forschung aus
Nach einer Studie in Public Library of Science Medicine (2008, 5(1): e1 doi:10.1371/journal.pmed.0050001) gibt die amerikanische Pharmaindustrie möglicherweise doppelt so viel Geld für das Marketing aus wie für die Entwicklung neuer Medikamente. Ein Großteil der Gelder fließt in kostenfreie mehr lesen...
Wissenschaft: Forschungsthemen von Wissenschaftsjournalen gesteuert?
Zweifel am Nutzen von „impact factors“ und daraus resultierenden „journal rankings“ hat das British Medical Journal angemeldet (2007; 334: 561-564). Das BMJ warnt, die Bedeutung des Impact-Faktors für die wissenschaftlichen Zeitschriften sei so groß, dass sie sich stärker darauf konzentrierten, mehr lesen...
Ethik-Codex: Stammzellenforscher stellen halbherzigen Regelkatalog auf
Der Klonbetrug-Skandal rund um den einst gefeierten südkoreanischen Stammzellenforscher Woo Suk Hwang hat das Image der Forscher mit embryonalen Stammzellen stark angeschlagen. Nun ist man um Schadensbegrenzung bemüht. Im Kampf gegen schwarze Schafe in den eigenen Reihen haben führende mehr lesen...
Studie: Bestellte Ghostwriter und Autoren arbeiten zu "produktfreundlich"
Wie unabhängig sind wissenschaftliche Mitarbeiter von Studien, wenn diese von den Pharmafirmen bezahlt werden? Das Ergebnis einer jüngst im Fachjournal PloS Med (2007; 4: e19) publizierten Studie ist ernüchternd: In drei Viertel der Arbeiten wurden maßgebliche Autoren verschwiegen, weil sie direkt mehr lesen...
Südkoreanischer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Klon-Idol Hwang
Der Skandal um den Klon-Forscher Hwang Woo Suk hat nun ein gerichtliches Nachspiel. Die Untersuchungskommission der Universität Seoul kam in ihrem Abschlussbericht zu dem Ergebnis, dass der Wissenschaftler mit seinem Team beide Stammzellen-Studien zum so genannten „therapeutischen“ Klonen komplett mehr lesen...