Das Wunder des Erkennens

Imago Hominis (2009); 16: 287-298
Roman A. Siebenrock

Zusammenfassung

Erkennen ist ein ganzheitlicher, immer auch alltäglicher Prozess der menschlichen Person, in dem der Anspruch auf Wahrheit und damit persönlich auf Gewissheit und sozial auf Zustimmung erhoben wird. In der Erkenntnislehre wird entweder der Prozess oder das Ergebnis auf seine Begründungen, Bedingungen und Rechtfertigungsstrategien hin untersucht. Dabei wird bedeutsam: Sprache, Wahrheitstheorien, Erfahrungsbezug und Begründungsformen in ihrem biographischen und gesellschaftlichen Kontext. Ein Abschnitt ist der Möglichkeit von Gotteserkenntnis gewidmet. Dabei wird vorgefragt, wie sich naturwissenschaftliche und religionsphilosophische bzw. theologische zu einander verhalten.

Schlüsselwörter: Erkenntnislehre, Erkennen, Wahrheit, Rechtfertigung, Gotteserkenntnis, naturwissenschaftliche Erkenntnis, natürliche Theologie, Offenbarung

Abstract

Cognition is always a holistic, everyday process of the human person. In this process, the claim of truth is imposed, which implies personal certainty and social assent. In a philosophical epistemology, either the process of knowing or the result of knowing is examined, which involves strategies of justification and argumentation. The main themes of epistemology are: language, theories of truth, experience and forms of justification in their biographical and social context. One part of this article focuses on the possibility of acquiring knowledge of God, in which the difference and relationship among the epistemology of the sciences, a philosophy of religion and a theology in respect of revelation are investigated.

Keywords: Epistemology, Knowing, Truth, Epistemological Justification, Knowledge of God, Scientific Knowledge, Philosophical Theology, Natural Theology, Revelation

Anschrift des Autors:

Univ.-Prof. Mag. Dr. Roman A. Siebenrock
Institut für Systematische Theologie
Universität Innsbruck
Karl Rahner-Platz 1, A-6020 Innsbruck
Roman.Siebenrock(at)uibk.ac.at






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