Demenz und Schmerz

Imago Hominis (2014); 21(4): 269-277
Martina Schmidl

Zusammenfassung

Die schmerztherapeutische Versorgung demenzkranker Menschen ist bis heute mangelhaft. In erster Linie sind gravierende Kommunikationsmängel dafür verantwortlich, wenn Schmerzen von dementen Personen nicht erkannt und somit auch nicht behandelt werden. Das heißt, dass alle Menschen, die mit demenzkranken Menschen zu tun haben, über gute Kenntnisse in den Kommunikationstechniken „Validation“ und „Basaler Stimulation“ verfügen müssen. Es reicht jedoch nicht aus, Techniken zu beherrschen oder die sogenannten „Schmerzerfassungsinstrumente“ versiert abzuarbeiten. Erst wenn die betreuenden Personen eine vertrauensvolle Beziehung zu den Patienten herstellen und Nähe zulassen können und außerdem über die Fähigkeit verfügen, mit den Kranken auf der Gefühlsebene zu kommunizieren, wird es gelingen, Schmerzen verlässlicher zu erkennen und zu lindern.

Schlüsselwörter: Demenz, Schmerz, Kommunikation, Schmerzerfassungsinstrumente, Palliative Care

Abstract

Pain management for people with dementia is still inadequate today. This is primarily due to serious communication problems, since cognitively-impaired persons are unable to recognize pain and, therefore, often remain untreated. This means that everyone who deals with people with dementia must have a good knowledge of communication techniques such as “Validation” and “Basal Stimulation”. However, it is not enough to master such techniques or even to be well-versed in the processing of the so-called “Pain Assessment Scales”. It is only when caregivers can establish a trusting relationship with their patients, allowing for closeness, and are able to communicate with their patients on an emotional level that they will be able to more accurately and reliably recognize and alleviate pain.

Keywords: dementia, pain, communication, pain assessment scales, palliative care

Anschrift der Autorin:

Dr. Martina Schmidl, MAS (Palliative Care)
OA „Pflegewohnhaus Liesing“ der Stadt Wien
Haeckelstr 1A, A-1230 Wien
martina.schmidl(at)wienkav.at






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