Resilienz und Familie

Imago Hominis (2008); 15(3): 239-245
Leonhard Thun-Hohenstein

Zusammenfassung

Resilienz ist ein dynamischer, interaktiver Prozess zwischen einem Individuum, seiner proximalen und distalen Umwelt und diversen Umweltbelastungen, mit dem Ziel schwere Belastungen ohne Folgen oder sogar gestärkt zu überstehen. Familie ist definiert als eine sich entwickelnde Lebensgemeinschaft von Eltern und Kindern, die heute in verschiedenen Formen beobachtbar ist. Familiale Resilienz ist geprägt von einigen Schlüsselprozessen, deren Beobachtung diagnostisch hilfreich und deren Nutzung therapeutisch sinnvoll ist. Das Wissen um die Resilienzprozesse ermöglicht auch eine gezielte Prävention.

Schlüsselwörter: Familie, Resilienz, Entwicklung

Abstract

Resilience is meant to be a dynamic, interactive process between the individual and its proximal and distal environment. Its aim is to provide personal stability in case of stressful events without any consecutive disorders. Family is defined as a developing community, which today exists in several different formats. Familial resilience is a process which is constituted by central developments and processes. To observe those processes in a therapeutic setting is mandatory and especially helpful for prevention programs.

Keywords: Family, resilience, development

Anschrift des Autors:

Leonhard Thun-Hohenstein, MD, PD
Kinder- und Jugendpsychiatrie, Univ.-Klinik für Psychiatrie I, Christian Dopplerklinik
Paracelsus Medizinische Privatuniversität
Ignaz Harrer-Straße 79, A-5020 Salzburg
L.Thun-Hohenstein(at)salk.at






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