Fortbildung in ethischen Fragen für angehende Ärztinnen und Ärzte, Pflegefachkräfte und andere Gesundheitsberufe bietet das Projekt Young Med.Ethics von IMABE an. Ab 12. Oktober 2026 startet die dritte Online-Kursreihe, im April 2027 findet die zweite Konferenz des Projekts statt.
Drittes Jahr, bewährtes Format
IMABE bietet mit dem Online-Ethikkurs „Young Med.Ethics" eine länderübergreifende Fortbildungsreihe für Menschen (U35) in Gesundheitsberufen an – von Medizin und Pflege bis zu technischen und therapeutischen Berufen wie MTD oder Physiotherapie. Auch Studierende und Auszubildende zählen zur Zielgruppe. Nach den ersten beiden Kursreihen 2024/25 und 2025/26 mit jeweils breiter Beteiligung aus dem gesamten deutschsprachigen Raum geht das Format nun in die dritte Runde.
Zwischen Oktober 2026 und März 2027 finden vier Sessions statt, jeweils montags von 18.30 bis 20.30 Uhr. Den Auftakt macht am 12. Oktober Prof. Priv. Doz. Dr. Michael Bach, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin in Wien, zum Thema „Schmerzen ganzheitlich verstehen: Das bio-psycho-soziale Modell im ärztlichen Gespräch".
Programm mit vier Schwerpunkten
Den Auftakt macht am 12. Oktober Prof. Priv. Doz. Dr. Michael Bach, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin in Wien, zum Thema „Schmerzen ganzheitlich verstehen: Das bio-psycho-soziale Modell im ärztlichen Gespräch". Die drei weiteren Sessions widmen sich Autonomie und Fürsorge am Beispiel einer Essstörung, ethischen Fragen rund um Künstliche Intelligenz in der Patientenversorgung sowie der Rolle von Angehörigen bei nicht-einwilligungsfähigen Patienten.
Die vier Themenblöcke – Körper & Psyche, Autonomie & Fürsorge, KI & Medizin sowie Angehörige & Konflikt – greifen damit erneut Situationen auf, die im Berufsalltag junger Gesundheitsfachkräfte regelmäßig zu Unsicherheit führen: Studien zeigen, dass ein Großteil der Medizinstudierenden sich eine bessere Vorbereitung auf ethische Entscheidungen wünscht, viele von ihnen fürchten sich insbesondere vor Dilemmata am Lebensende.
Fortbildungspunkte und Zertifizierung
Für jede Session werden 3 DFP-Punkte der Österreichischen Ärztekammer vergeben. Die Anerkennung dieser Fortbildungspunkte ist auch in Deutschland und der Schweiz durch die jeweils zuständigen Stellen möglich. Die Sessions werden aufgezeichnet und stehen den Teilnehmenden im Nachhinein zur Verfügung.
Starke Kooperationspartner im DACH-Raum
Das Projekt wird von Partnern in allen drei Ländern getragen: In Österreich sind dies die Medizinische Universität Innsbruck und die Albert Schweitzer Kliniken Graz, in Deutschland die Deutsche PalliativStiftung und die Fernuniversität Hagen, in der Schweiz die Hippokratische Gesellschaft Schweiz und die Klinik Gais. Ein Beirat aus Medizinethikern, Klinikleitungen und Fachärztinnen begleitet die inhaltliche Ausrichtung des Programms.
Save the Date: Konferenz 2027 in Salzburg
Am 9. und 10. April 2027 findet die zweite Young Med.Ethics-Konferenz in Präsenz statt – erstmals in Kooperation mit der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität (PMU) Salzburg. Unter dem Motto „Ask. Get Answers. Connect." erwartet die Teilnehmenden ein Programm mit Vorträgen, Diskussionsrunden und Gelegenheit zum Netzwerken mit anderen jungen Gesundheitsfachkräften aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Nähere Informationen zu Programm und Anmeldung folgen.
Anmeldungen sind ab sofort möglich
Young Med.Ethics richtet sich an alle interessierten junge Fachkräfte in Medizin, Pflege und anderen Gesundheitsberufen sowie an Studierende und Auszubildende. Die Anmeldung für den dritten Online-Kurs, der am 12. Oktober beginnt, ist ab sofort möglich – wahlweise für alle vier Sessions oder für eine einzelne Session. Alle Informationen finden sich unter www.youngmedethics.com und www.imabe.org.